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2020

Frequenzanker im Online-Zeitalter

„Handel ist Wandel". Dies ist ein altbekanntes Sprichwort. Zurzeit ist dies jedoch nicht nur eine Floskel: Die Rahmenbedingungen im Handel ändern sich gerade gravierend. Und zwar schneller und mit weitreichenderen Konsequenzen als früher. Viele Investoren, Projektentwickler und Kommunen stellen sich daher die Frage, welcher Händler in Zukunft noch Frequenz in ihre Stadt bringen wird. Die Antwort lautet: Der Lebensmittelhandel generell, insbesondere großflächige Formate werden eine Schlüsselrolle spielen. Angelus Bernreuther, Leiter institutionelle Investoren und Immobilienwirtschaft bei der Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG, erklärt warum:

Grund Nr. 1: Online-Resistenz
Der Online-Handel hat viele Branchen bereits deutlich unter Druck gesetzt. Was mit Büchern begann, hat derzeit viele ehemalige stationäre Leitbranchen vor allem der Shopping-Center sowie der Innenstädte wie Textilien und Schuhe voll erfasst. Ein ermutigender Blick auf den Lebensmittelhandel zeigt dabei eine erfreuliche Stabilität. Der Online-Marktanteil liegt hier bei etwa einem Prozent. Zuwächse sind wahrscheinlich, aber wohl in einem weit geringeren Maße als bei logistisch einfacher zu vertreibenden Waren.

Grund Nr. 2: Frequenzanker für alle Handelslagen
Lebensmittel werden regelmäßig und mit hohen Haushaltsbudgets gekauft. Insbesondere die großen Supermärkte wie Kaufland mit einem hohen Frischeanteil und einer Auswahl von durchschnittlich 30.000 Artikeln stoßen hier in eine Lücke. Im Betriebstypenmix zwischen Discountern und kleineren Supermärkten erreicht die Großfläche immer ein größeres, meist überörtliches Einzugsgebiet. Damit wird der große Supermarkt zum Zugpferd für ganze Handelslagen: ob als einzelner Markt, im Fachmarktzentrum, im Shopping-Center oder sogar für innerstädtische Lagen. Für die Bedeutung einer Stadt als Einzelhandelsstandort ist dies ein wesentlicher Faktor zur Sicherung der Einzelhandelszentralität.

Grund Nr. 3: Flexibilität
Derzeit sind die Themen Urbanität und Mischnutzung viel diskutiert. Der weitere Siedlungsdruck sowie der oftmals notwendige Umbau von innerstädtischen Einkaufslagen werden flexiblere Lösungen erfordern. Für die Immobilienwirtschaft wie für Kommunen ergeben sich dabei auch Chancen in zentralen Lagen. Kaufland hat seit jeher diesen Weg mitverfolgt, unter anderem durch sogenannte aufgeständerte Märkte mit Parken im Erdgeschoss und einer darüber liegenden Verkaufsfläche. Weitere Nutzungen wie Wohnungen, Büroräume, Dienstleistungen, Hotels oder Freizeiteinrichtungen können hier Platz finden. Letztendlich kommt es immer auf den Standort an. Tendenziell gilt, je größer die Stadt, desto mehr Möglichkeiten sind denkbar. Wichtig ist, dass die Nutzungen, wie beispielsweise Anlieferung und Wohnen, aufeinander abgestimmt sind. Hand in Hand können so mit der Kommune lebendige und nachhaltige Einkaufs- und Lebensorte geschaffen werden.

Der große Supermarkt wird damit in Zukunft, gerade im Online-Zeitalter, noch stärker ein Garant für Stabilität und Frequenz einer Stadt, und das mit einem flexiblen Konzept: #frequenzanker.


Großer Kaufland-Supermarkt der neuesten Generation

Angelus Bernreuther ist Referent des diesjährigen Deutschen Handelsimmobilienkongresses und wird das Thema „Nahversorgung als Frequenzanker im Online-Zeitalter – 10 Gründe für eine stabile Zukunft" vor Ort noch genauer erläutern und mit den Teilnehmern diskutieren.

 

17. DEUTSCHER HANDELSIMMOBILIEN-KONGRESS

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