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Stellungnahme zum Coronavirus

In Zeiten des Coronavirus agieren auch wir als Event-Veranstalter unter neuen Rahmenbedingungen. Hierbei hat für uns als verantwortungsvoller Gastgeber die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen, Teilnehmer*innen und Partner höchste Priorität. Eine verbindliche und perspektivische Planung unserer Live-Veranstaltungen ist durch die sich regelmäßig ändernden Gegebenheiten und Vorgaben derzeit schwierig. Um weiterhin Ihren Anforderungen nach werthaltigen Inhalten, Orientierung und Austausch Rechnung zu tragen, entwickeln wir digitale Alternativen zu einer Vielzahl der anstehenden Veranstaltungen. Die Möglichkeiten einer ergänzenden Live-Durchführung prüfen wir regelmäßig und richten uns dabei nach den jeweils geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen und tatsächlichen Gegebenheiten.

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NEWS & FACTS

2019

Interview mit Paul Bethke (Lemonaid Beverages)

Paul Bethke ist Geschäftsführer der Lemonaid Beverages GmbH und Referent der Handelsblatt Jahrestagung Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience Shops 2019. Seine Keynote im Februar trägt den Titel „Russian Roulette of Life". Im Interview gab er uns bereits jetzt Einblicke in sein Leben und die Entwicklung der Marke Lemonaid.

Wie wurde die Idee der Lemonaid geboren?

Ich bin als Jugendlicher in Sri Lanka zur Schule gegangen und habe dort in einer einheimischen Familie gelebt – ohne eigene Familie. Ich wollte wissen, wie das Leben an anderen Orten aussieht. Ich habe dort viel Positives erlebt, aber eben auch verdeutlicht bekommen, dass wir hier in Deutschland sehr sehr viele Privilegien haben. Man trägt ja nichts dazu bei, als Kind einen deutschen Pass zu bekommen. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir uns das wohl alle eingestehen. Es ist eben pures Glück. Ein wenig wie beim russischen Roulette. Wenn man ganz viel Pech hat, wird man im Krieg geboren. Wenn man ganz viel Glück hat, ist Bildung und medizinische Versorgung für alle bestimmt und kostenfrei. Mit der Erkenntnis in vielen Bereichen viel mehr Möglichkeiten zu haben, als Jugendliche in Sri Lanka, bin ich zurück nach Europa. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass mein Privileg auch eine gewisse Verantwortung mit sich bringt. Ich wollte nun mit meinen Chancen mehr tun, als mich selbst zu bereichern. Ich wollte die unterstützen, die im russischen Roulette weniger Glück hatten.

Aus diesem Ansatz heraus sind Lemonaid und ChariTea geboren. Also eher als Mittel zum Zweck. Der Zweck ist, dass jede Flasche, die wir verkaufen, Menschen in weniger privilegierten Situationen unterstützt. Der gemeinnützige Lemonaid & ChariTea e.V setzt die Projekte um.

Ich wollte nicht durch Spenden sammeln unterstützen oder mit Steuergeldern für eine Regierungsorganisation arbeiten, die nachhaltig agiert. Mein Eindruck war, dass Gelder am effektivsten eingesetzt werden, wenn sie selbst erwirtschaftet wurden. Und da ich mit Lemonaid und ChariTea auch gute Produkte hatte, passte es perfekt. Bio- und Fairtrade-Getränke mit so wenig Zucker, dass wir sogar gerade vom Verbraucherschutz abgemahnt werden. Der Vorwurf: ihr dürft eure Getränke nicht Limonade nennen, weil sie viel zu wenig Zucker haben. Das sei Verbrauchertäuschung und gegen die Vorgaben. Wir sollen nun unsere Label anpassen – sofort. Absurd. Unsere Getränke scheinen zu gesund für Ihre Kategorie.

Welche Rolle spielt der Convenience-Shop als Vertriebskanal für Lemonaid?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Convenience Kanal der wichtigste Kanal für uns ist – perspektivisch. Wir haben uns bewusst zuvor mehr in der Gastro aufgehalten, um die Marke zu stärken. Aber die stärkste Drehung haben wir an hoch frequentierten Convenience-Standorten. Und mit einem Produkt, das aus frischen Früchten und echtem Blatt-Tee hergestellt wird, wie hausgemacht eben, erfüllen wir natürlich auch alle Bedürfnisse eines Convenience-Kunden. Wenn wir bei den frischen Salaten oder Smoothies platziert sind, ist es das Beste, was unserem Projekt passieren kann. Und sicher auch ein gutes Statement des Convenience-Stores, denn wir verbinden ein Frischeprodukt mit Nachhaltigkeit.

Wie sieht für Sie der perfekte Convenience-Store aus?

Für mich sollte er ein Erlebnis sein. Mit Produkten, die etwas verkörpern und für etwas stehen. Ein Sortiment, das gesünder ist als im Kiosk oder dem Imbiss. Schnelles aber frisches Essen in einem schön gestalteten Umfeld. Das ist mein Idealbild und ich glaube, dass diese Sichtweise viele der potentiellen Kunden teilen. Nur Fanta, Kaugummis, Zigaretten, Bier und vielleicht eine Weißmehlbrötchen-Theke sind sicher Vergangenheit.

Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience-Shops

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