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Stellungnahme zum Coronavirus

In Zeiten des Coronavirus agieren auch wir als Event-Veranstalter unter neuen Rahmenbedingungen. Hierbei hat für uns als verantwortungsvoller Gastgeber die Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen, Teilnehmer*innen und Partner höchste Priorität. Eine verbindliche und perspektivische Planung unserer Live-Veranstaltungen ist durch die sich regelmäßig ändernden Gegebenheiten und Vorgaben derzeit schwierig. Um weiterhin Ihren Anforderungen nach werthaltigen Inhalten, Orientierung und Austausch Rechnung zu tragen, entwickeln wir digitale Alternativen zu einer Vielzahl der anstehenden Veranstaltungen. Die Möglichkeiten einer ergänzenden Live-Durchführung prüfen wir regelmäßig und richten uns dabei nach den jeweils geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen und tatsächlichen Gegebenheiten.

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Ihre Geschäftsführung der Management Forum der HANDELSBLATT MEDIA GROUP GmbH

NEWS & FACTS

2019

Interview mit Kristin Kolbe-Schade (POS Tuning)

Kristin Kolbe-Schade ist Head of Marketing der POS Tuning Udo Voßhenrich GmbH & Co. KG und Referentin der Handelsblatt Jahrestagung Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience Shops 2019. Ihre Keynote trägt den Titel „Multiplikations-Potenzial erfolgreicher Projekte in Europa". Im Interview gab sie uns bereits jetzt spannende Einblicke in das Themenfeld POS im Tankstellen- und Convenience-Bereich.

Ihr Geschäftsmodell verspricht, durch den Fokus auf den Point Of Sale den Weg zum „perfekten" Convenience-Store. Können Sie uns die fünf wichtigsten Aspekte auf dem Weg zum Perfektionismus nennen?

Die vier wichtigsten Punkte aus unseren Studien und Shopperbefragungen sind ganz klar:
Sichtbarkeit, Erreichbarkeit, Orientierung und Verfügbarkeit. Das wünscht der Kunde sich generell beim Shoppen.
Die Produkte müssen alle sichtbar und erreichbar sein, eine schnelle Orientierung im Store und am Regal ist entscheidend für den Erfolg. Dann muss aber auch das Produkt verfügbar sein. In diesem Kanal ist das noch wichtiger als im LEH, da es deutlich weniger Alternativen durch das kleine Sortiment gibt. Aufgrund des aber auch geringeren Regalplatzes ist das jedoch eine Herausforderung. Beim Convenience Kanal kommt da noch hinzu: Schnelligkeit, Bequemlichkeit wie der Name schon sagt: Convenient muss es sein. Keiner möchte lange an der Schlange stehen oder zu viel Auswahl haben. Und dennoch muss man den Kunden Neuigkeiten oder Aktionen deutlich zeigen, da die Aufenthaltsdauer im Store nicht hoch ist. Ok, das waren jetzt sechs Aspekte, aber aus meiner Sicht alle entscheidend für den Perfect Store.

Was denken Sie, welchen Trend es im Lebensmitteleinzelhandel gibt, den die Convenience-Branche verpasst hat?

Der LEH hat sehr viel getan in den letzten Jahren bzgl. Store Layout, Erlebniseinkauf, Wohlfühlfaktor für den Kunden und Aufwertung einzelner Kategorien. Auch Category Management Aspekte und Hilfsmittel für eine optimale Warenpräsentation wie Vorschübe oder Beleuchtung werden immer mehr genutzt, sogar im Discount. Da hinkt meiner Meinung nach der Convenience Kanal deutlich hinterher, wobei man natürlich nicht alle in einen Topf werfen darf. Der Tabakbereich ist immer perfekt in Szene gesetzt, da die Industrie sich sehr darum bemüht, aber der Shop an sich hat bei anderen Kategorien Nachholbedarf in meinen Augen, da sehe ich oft unordentliche Regale und viele Out of Stocks, obwohl doch der Impuls entscheidend ist.
Kaugummis, Zigaretten, Bier – so sahen die ersten Convenience-Stores aus.

Wie entstand aus diesem Ursprung Ihre Geschäftsidee?

Unsere Geschäftsidee war eine ganz andere. Unser Gesellschafter und Gründer Udo Voßhenrich hat das Systemtray erfunden, was Sie heute in fast jedem Supermarkt bei Knorr und Maggi finden, das ist die Kombination aus Warenvorschub und shelf ready packaging mit einem Schlitz im Karton. So kann der Händler schnell befüllen und die Ware ist immer optimal an der Regalfront. Trotzdem hatten wir den Durchbruch und die ersten großen Rollouts damals durch die Tabakindustrie in den Convenience Stores. Hier steht mittlerweile fast flächendeckend in Deutschland, aber auch weltweit, sehr oft unser Warenvorschubsystem hinter den Tabakprodukten. Die Gründungsidee kam dann viel später auf den Markt, ist für mich aber immer noch die beste Lösung.

Denken Sie, dass die Digitalisierung bald auch noch stärker in die Convenience Stores einzieht?

Ich bin überzeugt davon, dass Deutschland hier nicht der Vorreiter ist oder sein wird, da sind andere Länder schon viel weiter mit Sensoren, beacons, self scanning u. a. Technologien. Es ist aber eine Riesenchance, gerade auch für den Convenience Kanal, so den Kunden zu erreichen mit Promotions übers Smartphone z.B., so dass er sich vielleicht doch länger im Shop aufhält und nicht nur rein- und rausstürmt. Komplett autarke, kassenlose Shops könnten hier in der Zukunft auch eine Rolle spielen, ähnlich wie bei Amazon go, denn das spiegelt doch den Convenience Gedanken perfekt wieder. Ich bin jedenfalls gespannt, was die Zukunft bringt. Das, was ich mir als Erstes vorstellen könnte und auch als dringend nötig erachte, ist dass die Store-Logistik weiter optimiert wird. Hier habe ich schon in meiner Zeit bei Bahlsen mit ARAL zusammengearbeitet und das tun wir jetzt auch gerade wieder. Davon berichten Herr Biermann und ich auch am zweiten Konferenztag in unserem Vortrag. Deshalb will ich hier nicht zu viel verraten.

 

Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience-Shops

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