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NEWS & FACTS

2012

Convenience-Markt spürt Aufwind

16. Handelsblatt Jahrestagung „Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience-Shops"
29. Februar und 1. März 2012, Pullman Cologne, Köln

Köln/Düsseldorf, 19. März 2012. „2012 wird ein spannendes Jahr für die Tankstellen und Convenience-Shops. Es bewegt sich etwas in der Branche. Letztes Jahr waren die Zahlen noch nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten. Doch nun spüren wir Rückenwind", eröffnete Hans Jürgen Krone (Convenience Shop) die 16. Handelsblatt Jahrestagung „Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience-Shops" in Köln.

Convenience sei einer der wenigen globalen Trends. Umso wichtiger sei es daher, sich über weltweite Entwicklungen austauschen, so der Vorsitzende des Convenience-Branchentreffs. Referenten und Teilnehmer diskutierten über neuartige Convenience-Konzepte, aktuelle Studien zum Verhalten von Tankstellen-Kunden und Mobile Eating sowie über POS-Trends an Flughäfen, Tankstellen und Bahnhöfen. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage, mit welchen Strategien Kunden auch künftig von Tankstellen, Convenience-Shops und Produkten überzeugt werden können.

Globale Convenience-Trends: Refill, Nachhaltigkeit und Food-Trucks
Aktuelle Produkte und Geschäftsideen der globalen Convenience-Welt stellte Katrin Waller (The Nielsen Company) vor. Ein Trend in den USA seien derzeit Selber-Zapf-Automaten für Soft-Drinks. Das Refill-Konzept mit sehr hoher Kundenbindung hat auch die norwegische Ölgesellschaft Statoil aufgriffen. Nach Kauf eines Kaffeebechers können sich Kunden ein Jahr lang in jedem Store Kaffee nachfüllen lassen. Auch das Thema Nachhaltigkeit habe in Convenience-Märkten verstärkt Einzug gehalten. So sind in Hong Kong besonders die Geschäfte erfolgreich, die weder alkoholische Getränke, Tabakwaren noch Presseprodukte im Sortiment führen. „Alles rund um Mobilität ist ein weiterer Trend, den wir beobachten konnten. So sind in Japan mobile Convenience-Trucks im Einsatz, die mit ihren rund 300 Artikeln pro Tag drei Stationen anfahren. In Australien können click & collect-Kunden Waren online bestellen und an festen Stationen rund um die Uhr abholen", so Waller. Die Entwicklung im deutschen Convenience-Markt bis 2015 stellt Nielsen in seinem Whitepaper vor. Tankstellenshops, die im Schnitt bundesweit rund 60 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Convenience-Verkauf erzielen, müssen mit verschärften staatlichen Auflagen für Tabak und Spirituosen sowie bei Zeitschriften rechnen. Gefahr drohe den Tankstellen auch durch den Lebensmitteleinzelhandel (LEH), der zunehmendes Interesse an Convenience-Konzepten zeige.

Der Convenience-Konsument im Fokus
„Die deutschen Tankstellen haben in den letzten zehn Jahren enormes Innovationspotenzial bewiesen und sich vielerorts selbst neu erfunden. Diese Entwicklung sollte in der gleichen Intensität weiter verfolgt werden, um dem Wettbewerb weiterhin Stand zu halten", erklärte Prof. Dr. Sabine Möller, Lekkerland Stiftungslehrstuhl für Convenience & Marketing von der EBS Business School, den rund 200 Teilnehmern der Jahrestagung. Die Marketing-Expertin stellte auf dem Branchentreff mehrere Konsumtrends wie beispielsweise Mood Manufactoring vor. Mit Musik und Bildern kann die Stimmung von Konsumenten positiv beeinflusst werden. Weiterhin sollten laut Prof. Möller zufolge Tankstellen die neu entstehenden Mobilitätskonzepte beobachten. Nachbarschaftliches Car-Sharing und Mitfahrgelegenheiten über Routen-Matching sind Entwicklungen, die immer stärker zunehmen. Ebenso zeige sich ein zunehmender Trend nach Regionalität. Heimatbezogene Produkte sollten daher in keiner Angebotspalette fehlen. „Tankstellen haben einen guten Zugang zu großen Kundengruppen. Sie könnten diese Position jedoch noch weiter verbessern, wenn sie aktuelle Trends in ihren Geschäftsstrategien berücksichtigen würden", so Prof. Möller.

Mobile Eater sind selten Tankstellen-Kunden
Immer mehr Deutsche essen außer Haus, greifen zu Snacks oder verzichten sogar ganz auf eine Hauptmahlzeit, so die Ergebnisse der aktuellen NestléSeite Studie „Mobile Eating". Die Ursache dieser Entwicklung sehen David Klöckner und Norbert Reiter (Nestlé Deutschland) unter anderem in der Veränderung der Konsumenten-Landschaft. Bei den Mobile Eatern ist der Lebensstil durch Spaß, Mobilität und Zeitdruck geprägt. Es wird dort gegessen, wo sich der Mobile Eater gerade aufhält. Das Lust-Prinzip bestimmt die Kaufentscheidung, wobei der gesundheitliche Aspekt weniger im Vordergrund steht. Bei der Wahl der Einkaufstätte sind neben der schnellen Erreichbarkeit, auch der Service und lange Öffnungszeiten wichtige Kriterien. „Tankstellen haben für Kernzielgruppen demnach nur nachgeordnete Food-Relevanz. Hinzu kommt ein erhöhter Druck durch das Angebot der LEHs", so die Marketingexperten. Tankstellen sollten sich daher auf die Kerngeschäftsfelder konzentrieren und sich dadurch von alternativen Kanälen abgrenzen.

Nur zwei Prozent suchen Tankstellen zum Shoppen auf
„Tanken ist nach wie vor der Hauptgrund für einen Tankstellenbesuch", bestätigte auch Herbert Lechner (GfK), der das Nutzungsverhalten von Tankstellenkunden im Rahmen des GfK Tankstellenpanels untersuchte. 98 Prozent der Tankstellenbesucher steuern die Tankstelle an, um zu tanken. Dabei sei die Loyalität zur Tankstellenfarbe recht hoch: Mehr als jeder dritte Tankstellenbesucher besucht maximal zwei Tankstellenfarben. Bei der Loyalität zur Shopnutzung ist es anders: Zwei Drittel aller Shopkäufer kauft nur ein bis drei Mal pro Jahr an einer Tankstelle. Die Stammkunden sind vor allem Berufspendler und Angestellte mit höherem Einkommen. Potenzial sieht Lehner bei Selbstversorgern auf längeren Reisen, älteren Shopbesuchern vor zehn Uhr und den Best Agern nach 21 Uhr.

Bahnhof & Flughafen: Orte des Shoppens, Schlemmens und Erleben
An Convenience-Shops in Bahnhöfen, Flughäfen und Raststätten werden besondere Anforderungen gestellt. Service unter Zeitdruck, Kunden vom Geschäftsmann bis hin zu Familien und Truckern müssen bei Fast Casual Gastronomie und Convenience Shops berücksichtigt werden. „Mehr als drei Milliarden Reisende und Bahnhofsbesucher sind jährlich an unseren Bahnhöfen", so Horst Mutsch (DB Station & Service). Dies sei deutlich höher als die Passantenfrequenzen in Top-Einkaufslagen. Mit verschiedensten Shop-Konzepten versuche man den hohen Ansprüchen und Gewohnheiten der Reisenden gerecht zu werden. Der neueste Trend ist Public Vending. Ganz nach dem Motto „man isst, wo man ist" können sich Konsumenten direkt am Bahnsteig mit Snacks, Getränken und Fertiggerichten wie Pizza versorgen. „Ein weiterer großer Erfolg sind unsere Convenience-Stores wie Rewe to Go in Köln und Dortmund oder die Yorma's-Filialen", so Mutsch. Mark Hallstein und Hans-Georg Mühlberg (beide Fraport) berichteten über die Airport Shopping Welt des Frankfurter Flughafens. „Über 56 Millionen Passagiere haben die Möglichkeit ihre Wartezeit in über 250 Shops, Bars und Restaurants zu verbringen. „Und die Aussichten für die kommenden Jahre sind gut", so Hallstein. Für die nächsten Jahre sei ein jährliches Passagierwachstum von vier bis sieben Prozent prognostiziert. Der Flughafen plane daher weitere Retail-Flächen auszubauen. „Convenience-Shops sind ideale Konzepte für Airport-Shopping", so Mühlberg. Zeitdruck und ungeregelter Tagesablauf begünstigen die Nutzung der Convenience-Angebote. „Und gerade für internationale Reisende beispielsweise aus Asien und den USA sind mit CStores sehr vertraut und nehmen diese als Orientierung in der Fremde wahr", so der Marketingexperte.

Pressekontakt:
Julia Batzing
Senior-Pressereferentin
EUROFORUM Deutschland SE
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